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Meta vs. Google 2026: wohin sollte dein nächster Euro fließen?

Kunden fragen mich das jedes Quartal, meist in der Hoffnung auf eine klare Antwort. Die gibt es nicht — aber es gibt einen Rahmen, der die Entscheidung schnell statt politisch macht.

Google fängt Nachfrage ein. Meta erzeugt sie. Wenn jemand bereits nach dem sucht, was du verkaufst, ist Google Search fast geschenktes Geld — man zahlt nur dafür, gefunden zu werden. Wenn noch niemand sucht, sind Meta (und TikTok) der Ort, an dem man jemanden davon überzeugt, ein Problem zu haben, das sich zu lösen lohnt.

Bevor ich auch nur einen Euro verschiebe, prüfe ich drei Dinge:

  • Suchvolumen für deine Kategorie. Ein hohes, wachsendes Suchvolumen bedeutet meist, dass bei Google Search noch Spielraum ist. Flaches oder geringes Volumen bedeutet, dass die Decke nah ist, und neues Budget gehört dann in Social.
  • Funnel-Phase bestehender Kampagnen. Wenn Meta hauptsächlich Retargeting an eine kleine warme Zielgruppe betreibt, skaliert mehr Budget nicht — es wird nur teurer. Das ist ein Signal, den oberen Funnel zu erweitern, nicht mehr Budget in dieselbe Anzeigengruppe zu stecken.
  • Creative-Ermüdung. Eine Meta-Kampagne, die wochenlang an Effizienz verliert, ist kein Plattformproblem, sondern ein Creative-Problem. Verschiebe kein Budget von einem Kanal weg, der einfach nur neues Creative braucht.

Die ehrliche Antwort lautet fast nie “alles zu X verschieben”. Sie lautet “Google für die bereits existierende Nachfrage, Meta für die Nachfrage, die du noch aufbauen musst” — und dieses Verhältnis sollte sich jedes Quartal verschieben, während deine Kategorie reift.